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Thema: Karl May

Segeberg - Im Tal des Todes

Wie in jedem Jahr zieht es mich als absoluter Fan der Berge an einem Wochenende in den hohen Norden. Nicht ans Meer, sondern in einen kleinen Kurort mitten in Schleswig Holstein, nämlich nach Bad Segeberg, um mir dort am Kalkberg die Karl May-Spiele anzuschauen.

In diesem Jahr steht Im Tal des Todes auf dem Spielplan. Wie auch schon in der Romanvorlagen von Karl May geht es hier um einen Bösewicht, der in einer Quecksilbermine Menschen gefangen hält und für sich arbeiten lässt. Einen kleinen Dorf San Miguel mit seiner Cantina und natürlich um Winnetou und Old Firehand.

Der Winnetou wird auch in diesem Jahr wieder von Jan Sosniok gespielt.



Er spielt jetzt schon im dritten Jahr den Winnetou und er gefällt mir sehr gut. Eigentlich hatte ich immer gedacht, das Erol Sander der Winnetou ist, aber Jan Sosniok gefällt mir ebenso gut, wenn nicht noch ein wenig besser.

An seiner Seite reitet dieses Mal Old Firehand, gespielt von Ralf Bauer.



Leider ist die Rolle des Old Firehand viel zu klein. Ich hätte ihn gerne viel mehr auf der Bühne gesehen. Und gestört hat mich diese viel zu große Pelzmütze. Ralf Bauer war mehr damit beschäftigt, die Mütze aus dem Gesicht zu halten, als alles andere. Schade, das wäre weniger mehr gewesen.

Der zweite Gaststar in Segeberg ist in diesem Jahr Barbara Wussow als Seniorita Miranda.



Ich war sehr skeptisch, ob sie mir auf dem Kalkberg gefällt. Was soll ich sagen, ich fand sie richtig gut. Sie war immer präsent, spielte sehr überzeugend und hat mich wirklich überzeugt.

Wieder mit dabei war Nicolas König als Eiserner Pfeil.



Manche kennen ihn vielleicht aus Rettungsflieger. Da spielt er den Piloten. In Segeberg ist er immer wieder klasse. Ich freue mich immer, wenn er mit von der Partie ist. Und auch in diesem Jahr enttäuscht er nicht als Feuerwasser trinkenden bösen Indianerhäuptling.

Den Bösewicht spielt in diesem Jahr Joshy Peters.



Er ist ein echtes Urgestein in Segeberg, gehört seit über 25 Jahren zum Ensemble. Und spielt wie immer toll.

Sein böser Gehilfe ist in diesem Jahr  Fabian Monasterios alsJuanito Alfarez.



Der ist so klasse. Dieses Jahr mit mexikanischen Slang, herrlich. Es wäre echt ein Verlust, wenn er nicht mehr dabei wäre.

Mich überzeugt hat auch Dirc Simpson in der Rolle des Sam Hawkens.



Ich hoffe, die Segeberger sind so schlau und nehmen ihn ab sofort immer für diese Rolle. Das was wirklich große klasse.

Für den Klamauk ist in diesem Jahr Patrick L. Schmitz zuständig. Er spielt den Dichter Heinz-Egon Winzigmann.



Den gab es natürlich bei Karl May nicht. Schon als er den ersten Satz sagte, staunte das gesamte Publikum. Man hatte das Gefühl, Heinz Erhardt stünde vor einem. Mimik, Gestik, Stimme alles passte. Schade fand ich, dass die Rolle viel zu groß war, er ständig auf der Bühne war und so irgendwann mit seinem Unsinn nur noch nervte. Da wäre auch weniger viel mehr gewesen.

Mein Fazit für diese Segeberg-Aufführung: Das ist eines der schwächeren Stücke. Viel zu viel Klamauk stört die ansonsten gute Handlung. Aber die Schauspieler sind wieder richtig gut.



Und was uns am Ende wirklich versöhnte war, dass wir ein komplett trockenes Festspielwochenende erlebt haben. Fünf Mal waren wir in der Vorstellung und es hat nicht einmal geregnet. Das hat wirklich Seltenheitswert.

Wer noch nie in Segeberg im Kalkbergrund war, in den nächsten Wochen dort oben vielleicht in Urlaub ist, dem kann ich trotz aller Schwäche einen Besuch der Festspiele empfehlen. Es ist ein Erlebnis, nicht nur für Kinder.

Liebe Grüße
Gabi

Gabi 19.07.2015, 16.46 | (0/0) Kommentare | PL

Unter Geiern im Norden

Wie in jedem Sommer sind auch in diesem Jahr meine Freundin Hildegard und ich für ein Wochenende zu den Karl May Spielen nach Segeberg gefahren. Dieses Jahr hatten wir mit dem Wetter richtig Glück. Wir haben ein warmes, sonniges Wochenende erwischt. Kein einziger Regentropfen und hohe Temperaturen bis in den späten Abend, herrlich. So tolle Voraussetzungen hatten wir schon Jahre nicht mehr. 

Aber auch mit der diesjährigen Inszenierung sollten wir verwöhnt werden. Wir haben uns das Stück an dem Wochenende fünf Mal angeschaut und waren immer wieder aufs Neue begeistert. Ein sehr harmonisches Ensemble zeigt ein stimmiges Karl May Stück ohne zu viel Klamauk. Das ist wirklich sehenswert.

Gezeigt wird in diesem Jahr das Stück „Unter Geiern“. Als Verfilmung mag ich Unter Geiern nicht, da spielt ja Lex Barker nicht mit und Stewart Granger kann ich nicht leiden. Aber das Buch habe ich gerne gelesen.

Schon der Geist zeigt sich, wie man ihn sich aus dem Buch vorstellt.



Das Blutsbrüderpaar wird auch in diesem Jahr wieder von Wayne Carpendale als Old Shatterhand



Und Jan Sonsiok als Winnetou gespielt.



Ich finde, die beiden sind ein wunderbares Blutsbrüderpaar. Sie passen gut zusammen und spielen auch toll. Da macht das Zuschauen Spaß.

Der Böse wird in diesem Jahr von Christian Kohlund gespielt. Auf ihn war ich sehr gespannt, im Fernsehen habe ich ihn immer sehr gerne gesehen und ich muss sagen, er hat mir auch auf der Bühne sehr gut gefallen. Er spielt so überzeugend den bösen Vater Tobias Preisegott Burton, den Chef der Llano-Geier. Herrlich.



Am Samstagabend nach der Spätvorstellung haben wir uns dann unter die Groopies gemischt und am Ausgang der Bühne auf die Darsteller gewartet. Das war richtig lustig. Am Ende sind wir sogar mit ein paar Fotos belohnt worden, einmal mit Wayne Carpendale



und einmal mit Jan Sosniok.



Es war ein wunderschönes kurzweiliges Wochenende im Zeichen Karl Mays. Ich freue mich schon auf die nächste Saison. Dann fahren wir nämlich wieder dorthin.

Liebe Grüße
Gabi

 

Gabi 16.08.2014, 20.30 | (3/2) Kommentare (RSS) | PL

Karl May am Abend

Dieses Wochenende steht bei mir wieder ganz im Zeichen Karl Mays.



Im August gibt es bei den Elsper Festspielen immer Abendvorstellungen. Das ist ein ganz besonderes Erlebnis, die Aufführung in die Abenddämmerung hinein anzuschauen. Und so steht bei meiner Freundin und mir im August immer eine dieser Abendvorstellungen zwingend im Kalender.

Gespielt wird im diesen Jahr der Ölprinz. Auch wenn die Vorstellung nur wenig mit der Romanvorlage gemein hat, ist sie sehenswert. Wie schon bei Karl May spielt natürlich das Blutsbrüderpaar die Hauptrolle.



Und in diesem Jahr spielt Meinolf Pape zum letzten Mal in Elspe mit. Sein 50. Bühnenjahr soll nun auch sein letztes sein. Für mich noch ein sehr ungewohnter Gedanke. Als ich 1980 das erste Mal in Elspe Jahr, war er dabei und er hat mich meine ganzen Elsper Jahre begleitet. Es wird sicher sehr schwer sein, für ihn einen würdigen Ersatz zu finden.




In diesem Jahr ist Kati Karrenbauer als Gaststar auf der Bühne zu sehen. Die Rolle der resoluten deutschen Auswanderin ist ihr richtig auf den Leib geschrieben.



Und natürlich spielt Jean-Marc Birkholz wie schon im letzten Jahr den Winnetou. Der ist echt klasse.



So bin ich sicher, dass wir heute einen tollen Abend in Elspe verbringen werden. Erst im Stück und dann im Saloon, wo man alle Darsteller auch persönlich treffen kann. Das wird bestimmt ein langer Abend.



Euch allen wünsche ich ein schönes Wochenende.

Liebe Grüße
Gabi

 

Gabi 17.08.2013, 15.28 | (2/2) Kommentare (RSS) | PL

Karl May Fest 2013

 

Die letzten drei Tage war ich mit einer Freundin auf dem Karl May Fest des Karl May Archivs, das in diesem Jahr auf dem Gelände der Elsper Festspiele im Sauerland stattfand. Da Elspe nur eine Autostunde von hier entfernt ist, war schnell klar, dass wir nach 1997 noch einmal zum Karl May Fest wollten.

Der Ausflug hat sich wirklich gelohnt. Es gab einige schöne Informationen und Wissenswertes zu den Karl May Filmen der 1960er-Jahren und wir haben viele nette Karl May Fans (wieder-)getroffen.

Zwei besondere Gäste wurden bei diesem Fest begrüßt. Zum einen Marie Versini, die Darstellerin der Nscho-Tschi aus Winnetou I.



Auch im jetzt schon fortgeschrittenen Alter hat Marie VErsini, wie ich finde, nichts von ihrer Attraktivität verloren.

Zweiter Stargast aus dem Film Winnetou I war
Demeter Bitenc, der den Dick Stone verkörper hat.



Sein Alter von 91 Jahren merkt man ihm überhaupt nicht an, er ist so vital und rüstig. Das hat mich sehr beeindruckt.

Die beiden Stars der „alten“ Karl May Filme konnten viel zu den damaligen Dreharbeiten erzählen. Das war super spannend.



Ein besonderes Schmackerl war auch die Aufführung des Filmes „Der Ölprinz“ in der alten Kinoversion auf einer großen Leinwand auf der Festspielbühne. Ein echtes Erlebnis.

Leider gingen die Tage viel zu schnell vorbei. Aber es war sehr schön.

Natürlich haben wir uns auch die diesjährige Aufführung des Ölprinzen des Elspe Fstivals angeschaut. Davon berichte ich in den nächsten Tagen.

Liebe Grüße
Gabi

 

Gabi 28.07.2013, 21.48 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL

Winnetou III ähm I in Elspe

Mein Wochenende stand wieder ganz im Lichte von Karl May. Diesmal zog es mich ins Sauerland nach Elspe. Dort sollte dieses Jahr ein ganz besonderes Stück gezeigt werden. Der Titel, nämlich Winnetou I; klang zunächst ganz normal, aber die Inszenierung war doch etwas ganz besonderes, denn auf der Bühne erfolgte ein Generationenwechsel.

Die Aufführung begann mit dem Ende von Winnetou III. Hier wurden Winnetou und Old Shatterhand von Jochen Bludau und Benjamin Armbruster gespielt.



Als ich 1980 das erste Mal mit meinen Eltern in Elspe war, spielte Jochen Bludau an der Seite von Pierre Brice Winnetou III. Als 15-jährige, die die Bücher von Karl May verschlungen und alle Filme begeistert im Fernsehen gesehen hatte, natürlich ein ganz großes Ereignis. Jochen Bludau spielte einen tollen Old Shatterhand und sollte mich noch über Jahre in Elspe begleiten. Pierre Brice spielte nur bis 1980 in Elspe, einige Jahre später übernahm dann Benjamin Armbruster die Rolle des Winnetou. Und da Benjamin Armbruster nun seine letzte Saison in Elspe spielt, Jochen Bludau hat schon vor Jahren aufgehört, spielten beide noch einmal die Sterbeszene in Winnetou III und erinnern sich dann zurück an die Zeit, als sie sich kennenlernen.



Und schon ist man in Winnetou I, in der ein Greenhorn, das ein Buch über den Wilden Westen schreiben will, die Bühne betritt. Dieser wird übrigens gespielt von Jochen Bludaus Sohn Oliver Bludau.



Es beginnt die allen bekannte Geschichte. Winnetou, der seit diesem Jahr sehr überzeugend von Jean-Marc Birkholz gespielt wird,



gerät in die Fänge der Ganster. Diese nehmen ihn gefangen. Old Shatterhand befreit ihn und seine Schwester, wird aber im anschließenden Kampf mit den Indianern schwer verletzt. Am Marterfahl stehend, bekommt er die Chance, in einem Gotteskampf um sein Leben und das seiner Freunde zu kämpfen.



Natürlich gewinnt Old Shatterhand und da er anschließend auch nachweisen kann, dass er Winnetou und seine Schwester aus den Klauen der Gangster befreit werden, werden beide Blutsbrüder.



Auf dem Weg zum Nugget Tsil werden dann Nschotschi und Intschu tschuna von den Gangstern erschossen. Nschotschi gesteht Old Shatterhand im Moment ihres Todes ihre Liebe.



Winnetou und Old Shatterhand verfolgen die Gangster und es kommt zum großen Finale. Natürlich siegen unsere beiden Helden und der Oberschurke, Santer, stirbt im Feuer.



Am Ende bleiben die beiden Blutsbrüder und reiten hoffentlich noch einige Abenteuer in Elspe.



Die Aufführung hat mir in diesem Jahr sehr gut gefallen. Auch wenn das Stück an alte Winnetou I – Aufführungen erinnert, ist es doch gut gespielt und lebt von guten Schauspielern. ZU hoffen ist, dass Jean-Marc Birkholz noch lange den Winnetou spielt und die Mannschaft so zusammen bleibt. Denn so macht Elspe großen Spaß.

Liebe Grüße
Gabi

Gabi 13.08.2012, 19.17 | (2/2) Kommentare (RSS) | PL

Winnetou II

Letztes Wochenende war es endlich wieder soweit. Mich zog es in den hohen Norden der Republik zu den Karl May-Spielen nach Segeberg. Auf der Hinfahrt befürchteten wir zunächst böses, aber der große Manitu war gnädig mit uns. Es war zwar kühl, aber zum größten Teil trocken.

Gespielt wird in diesem Jahr das Stück Winnetou II. Auch wenn das Drehbuch sehr frei nach Karl May ist, hat mir das Stück gut gefallen. Wie schon in den Vorjahren spielte Erol Sander den Winnetou.



Er füllt diese Rolle richtig toll aus und es macht Spaß, ihm zuzuschauen.

In diesem Jahr gibt es gleich drei Gaststars in Segeberg. Die Rolle des Bösewichts Santer, der von Winnetou und Old Shatterhand gejagt und am Ende doch nicht erwischt wird, spielt Timothy Peach.



Ich kannte ihn bisher nur aus dem Fernsehen, auf der Naturbühne hat er mir gut gefallen. Er spielt die Rolle schön böse und ist sehr präsent auf der Bühne.

Die Rolle des Massa Bob übernimmt als zweiter Gaststar Mola Adebisi.



Den kannte ich bisher nicht, aber er macht einen richtig guten Job.

Dritter Gaststar ist Dunja Reiter. Sie habe ich vor Jahren schon einmal in Segeberg gesehen, daher kannte ich sie schon.



Leider war sie diesmal nicht mehr so agil wie vor Jahren. Mir hat ihre Rolle nicht wirklich gut gefallen.

Schon seit 25 Jahren in Segeberg spielt Joshy Peters, in diesem Jahr wieder seine Paraderolle: Old Shatterhand.



Ihn sehe ich immer wieder gerne und er ist ein toller Old Shatterhand.

Klasse in Segeberg ist auch immer wieder Nicolas König.



Auf der Bühne mimt er den Bösen so klasse, das macht richtig Spaß ihm zuzuschauen.

Sehr gut gefallen hat mir auch Frank Roder, der für den Frohsinn sorgte.



Dieses Jahr war die komische Rolle auch nicht albern sondern einfach gut. So war es eine Freude, ihn als Dr. Traugott Murksheimer zu sehen.

Das Stück ist eigentlich schnell erzählt, so wie es bei Karl May sein muss. Winnetou und Old Shatterhand jagen Santer. Der versucht, einen Bankier um seine Goldmiene zu bringen. Darum ranken sich Szenen in New Orleans und Mexiko. Eine Liebesszene darf natürlich auch nicht fehlen. Und die Indianer haben natürlich auch das Kriegsbeil ausgegraben.

Am Ende treffen sich die Guten und die Bösen in der Goldmiene zum großen Showdown. Santer kann fliehen, die anderen Bösen sterben in der Miene und die Guten überleben.



Das die Schauspieler mit viel Freude bei der Sache waren, war am Ende des Stücks immer wieder zu sehen.



Toll war auch das Feuerwerk, dass nach jeder Abendvorstellung gezeigt wird.



Insgesamt war es wieder ein Erlebnis in Segeberg, Leider geht so ein Wochenende viel zu schnell vorbei. Ich freue mich schon aufs nächste Jahr, dann gibt es das Stück Unter Geiern.

Aber erst einmal geht es in den nächsten Wochen nach Elspe, denn da wartet noch das Stück Winnetou I.

Liebe Grüße
Gabi

Gabi 29.07.2012, 08.53 | (2/2) Kommentare (RSS) | PL

Winnetou und das Halbblut

Endlich war es wieder soweit. Mein diesjähriger Ausflug zu den Karl-May-Spielen nach Elspe stand an diesem Wochenende in meinem Kalender. Die ganze Woche habe ich mit Sorge die Wettervorhersage beobachtet und noch auf der Hinfahrt befürchtete ich schlimmes. Heftiger Regen begleiteten mich auf meiner Fahrt ins Sauerland. Kaum dort angekommen, wurde das Wetter aber besser und pünktlich zur Nachmittagsvorstellung zeigte sich sogar die Sonne bei blauem Himmel.

Gezeigt wird in diesem Jahr „Winnetou und das Halbblut“. Auch wenn das Stück sich von den Halbblutinszenierungen vergangener Jahre kaum unterscheidet, schaue ich mir diese Inszenierung immer wieder gerne an. In diesem Jahr hat sie mir besonders gut wegen der Darsteller gefallen. Langsam kommen neue gute Darsteller nach.

Im Mittelpunkt des Stückes stand natürlich wieder das Blutsbrüderpaar Winnetou, gespielt von Benjamin Armbruster

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und Old Shatterhand, der wieder von Jan-Marc Birkholz gespielt wird.

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Jan-Marc habe ich das erste Mal vor Jahren in Rathen auf der Felsenbühne als Winnetou gesehen, und war damals schon von ihm begeistert. Als Old Shatterhand in Elspe ist er klasse. Er ist unheimlich präsent auf der Bühne und alleine schon seine Stimme ist toll.

Die dritte Hauptrolle spielt wie immer Meinolf Pape, in diesem Jahr spielt er das Halbblut Senanda.

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Die bösen Buben in diesem Stück sind diesmal nicht die Gangster sondern die Soldaten, die die Indianer am Liebsten tot sehen. Allen voran reiten Captain Bentler, gespielt vom Dauer-Bösewicht Rolf Schauerte, und  Lieutenant Smith, den Michael Heuel spielt.

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Komik darf wie immer bei Karl May auch nicht fehlen. Die Rolle des Lord Castlepool wird mehr als überzeugend von Markus Lürick gespielt. Ich kenne ihn noch aus seinen Zeiten bei den Springmäusen in Bonn und schon da hat er mich häufig zum Lachen gebracht.

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In dem Stück dreht sich alles um den Kampf des Halbbluts Senanda und des Häuptlings Juwaruwa um die Vorherrschaft über die Kommantschen sowie den Frieden mit den Weißen.

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Es gibt wieder viele Actionszenen, auch Zweikämpfe dürfen natürlich nicht fehlen, wie hier der zwischen Old Shatterhand und dem Häuptling Juwaruwa, den natürlich Old Shatterhand am Ende gewinnt.

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Zum Schluss wird das Stück, so wie es sein muss, immer dramatischer. Senanda wird erst von Captain Bentler angeschossen,

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bevor er sich schwer verletzt mit einer Ladung Dynamit vom Felsen in das Fort der Soldaten stürzt, das mit großen Getose in die Luft fliegt.

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Wie immer siegt das Gute und die Bösen werden getötet.

Auch wenn es nicht viel Neues in Elspe gibt, kann ich einen Ausflug dorthin nur empfehlen. Wir jedenfalls haben uns gestern noch die Abendvorstellung angeschaut und bis spät in die Nacht mit den Darstellern im Saloon bei Livemusik gesessen.

So macht Karl May immer wieder Spaß.

Liebe Grüße
Gabi

Gabi 14.08.2011, 16.52 | (4/4) Kommentare (RSS) | PL

Halbblut am Kalkberg

„Wir schreiben das Jahr 1870. Die Blütezeit des Wilden Westens hat begonnen. Doch geheimnisvolle Ereignisse überschatten den Eisenbahnbau im Firwood Camp. Unerklärliche Feuer brechen aus, Züge entgleisen. Charles Leveret, der mächtigste Mann am Ort, und die temperamentvolle Saloonlady Kitty LaBelle ahnen nicht, dass der kriegerische Comanchen-Häuptling Tokvi-Kava, der „Schwarze Mustang“, einen seiner Krieger ins Camp eingeschleust hat: das Halbblut Ik Senanda, Sohn einer indianischen Mutter und eines weißen Vaters. Doch steckt tatsächlich er hinter den Anschlägen? Dass auch noch Kas und Has Timpe, zwei Cousins aus Deutschland, auf der Suche nach einem geflohenen Erbschafts-Betrüger im Camp auftauchen, macht die Lage nicht gerade einfacher. Jetzt können nur noch zwei Männer helfen: Apachenhäuptling Winnetou und sein Blutsbruder Old Shatterhand. Ihr Abenteuer führt sie mitten hinein ins Dorf der Comanchen, in die Schusslinie der US-Kavallerie und in die Ruinen einer nur scheinbar verlassenen Geisterstadt…“

So lautet die Beschreibung des diesjährigen Stückes auf der Internetseite der Karl May-Spiele in Bad Segeberg. Und dieses Abenteuer habe ich mir am letzten Wochenende angesehen.

Charles Leveret wird von einem der Gaststars gespielt, nämlich von Ingo Naujocks. Ich kannte ihn bisher aus dem Tatort, wo er mir immer gut gefällt. Aber auch auf der Festspielbühne macht er eine gute Figur und kann in einigen Szenen sein schauspielerisches Können gut in Szene setzen.

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Kitti La Belle wird von Eva Habermann gespielt. Mir war sie ab und an ein wenig zu schrill, aber sie spielt die Saloonlady sehr überzeugend.

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Begeistert hat mich Peter Mustafa Daniels, der den Comanchen-Häuptling Tokvi-Kava spielt. Er ist nicht nur toll anzusehen

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sondern er spielte einfach überzeugend. Seine Bühnenpräsenz ist schon klasse und es machte Spaß, ihm zuzusehen.

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Das Halbblut Ik Senanda wird von Philip Schwarz gespielt. Auch er kann in seiner Rolle überzeugen, vor allem wo er erst drei Wochen vor der Premiere für den eigentlichen Darsteller eingesprungen ist.

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Kas und Has Timpe, gespielt von Stephan A. Tölle und Mario Krüger sorgen für die komischen Komik im Stück. Immer wenn sie auf der Bühne standen, gab es etwas zu lachen. Das spielen sie aber mit viel Witz und ohne Albernheit, was mir sehr gut gefallen hat.

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Unterstützt werden die beiden Timpe Brüder bei der Suche nach ihrer Erbschaft von Wäschereibesitzer Hong Ki Tong, der von Van-Lam Vissay gespielt wird. Auch er war bei seiner ersten Rolle in Segeberg sehr gut.

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Fehlen dürfen natürlich bei Karl May zwei Personen nicht, nämlich Winnetou, auch in diesem Jahr wieder gespielt von Erol Sander

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und Old Shatterhand, der wieder einmal von Joshy Peters dargestellt wurde.

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Wie so häufig bei Karl May rankt sich um dieses Abenteuer eine Liebesgeschichte um das Halbblut und Kitti.

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Und natürlich durften auch Zweikämpfe und Auseinandersetzungen zwischen den Indianern und den Weißen nicht fehlen.

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So wird in Segeberg mal wieder ein sehr kurzweiliges, actionreiches Stück gezeigt. Es macht viel Spaß zuzuschauen und sowohl die Schauspieler als auch das gesamte Stück sind sehenswert.

Begeistert war ich wieder einmal von Erol Sander als Winnetou. Es macht einfach Spaß ihn zuzuschauen.

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Aber auch Peter Mustafa Daniels hat mich in seinem ersten Jahr am Kalkberg echt begeistert. Und so will ich meinen Bericht mit Winnetou

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und Tokvi-Kava am Ende des Stückes auch beenden.

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Ich hatte ein wirklich tolles Wochenende am Kalkberg in Segeberg und freue mich schon auf den Ölprinzen im nächsten Jahr, dann wieder mit Erol Sander als Winnetou.

Liebe Grüße
Gabi


Gabi 16.08.2010, 22.00 | (5/5) Kommentare (RSS) | PL

In Tal des Todes

In diesem Jahr steht im Wilden Westen des Sauerlandes, in Elspe Karl Mays „Im Tal des Todes“ auf dem Spielplan. Und wie schon seit 30 Jahren habe ich mir auch  diese Aufführung nicht entgehen lassen. Insgesamt hat mir das Stück sehr gut gefallen. Die Schauspieler hatten schöne Texte und konnten so endlich einmal zeigen, was sie neben Action können. Und auch die Actionszenen waren sehenswert, aber wohl dosiert. So wurde in diesem Jahr nicht nur geballert und geprügelt, sondern auch gut gespielt.

Bei dem Stück geht es wie in Karl Mays Romanvorlage um eine Quecksilbermine, die Banditen mit Hilfe von Gefangenen ausbeuten. Da die Mine im Indianergebiet liegt, haben die Banditen diesen für die Schürfrecht Waffen versprochen.

Die Helden dieses Stückes sind zum einen Old Firehand, der sehr überzeugend von Jean-Marc Birkholz gespielt wird.

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Und natürlich darf bei einem Karl May-Western Winnetou nicht fehlen. Dieser wird seit Jahren in Elspe von Benjamin Armbruster gespielt.

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Die Gangster haben sich in einem kleinen Hotel in der Einöde einquartiert, in dem die schöne Miranda das Sagen hat.

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Natürlich kommt es wegen der fehlenden Waffenlieferung, die die Gangster den Indianer versprochen haben, sehr schnell zum Streit zwischen dem Indianerhäuptling Pete, der wie immer hervorragend von Meinolf Pape gespielt wird, und dem Gangsterboss, wie stets gespielt von Rolf Schauerte.

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Die beiden verabreden, einen Treck zu überfallen, um neue Arbeitskräfte für die Mine zu bekommen. Mit dem dann abgebauten Quecksilber sollen die Waffen endlich gekauft werden.

Das ruft natürlich unsere beiden Helden auf den Plan. Es kommt zu mehrere Kämpfen, die in Elspe immer sehr actionreich und sehenswert dargestellt werden.

Erst müssen Winnetou und Old Firehand gegen die Gangster bestehen.

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Und dann entscheidet ein Gottesurteil zwischen Old Firehand und Pete, dass die Indianer an der Seite der beiden Helden gegen die Bösen kämpfen.

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Es kommt wie es kommen musste, die Gangster werden gefangen und der Treck aus der Quecksilbermine befreit.
Als der Gangsterboss versucht zu fliehen, bricht der Vulkan, der in dem Berg schlummert aus, und der Gangsterboss verbrennt am lebendigen Leib.

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Ein furioses Ende eines wirklich sehenswerten Stückes. Mir hat Elspe in diesem Jahr wieder einmal sehr viel Freude gemacht. Besonders gefallen hat mir dabei Jean-Marc Birkholz in seiner Rolle als Old Firehand.

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Wer in diesem Jahr in der Nähe von Elspe ist, dem kann ich einen Besuch der Karl May-Spiele nur empfehlen.

Liebe Grüße
Gabi

Gabi 25.07.2010, 14.29 | (4/4) Kommentare (RSS) | PL

der Silbersee im Sauerland

Mein Wochenende stand wieder im Zeichen von Karl May. Gestern war ich mit Freunden beim Karl May Festival in Elspe im Sauerland. Elspe ist gerade einmal 80 km von hier entfernt und seit 1980 fahre ich jedes Jahr dorthin.

Diesmal habe ich mir die Abendvorstellung angeschaut. Auf dem Spielplan steht in diesem Jahr wieder einmal der Schatz im Silbersee.

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Auch wenn die Kritiken sich in diesem Jahr sehr viel versprechend anhörten, wurde fast genau das gleiche Stück wie bei den Silberseevorführungen in den Vorjahren gespielt. Viele Textpassagen könnte ich da schon fast mitspielen. Neu ins Stück gekommen ist allerdings die Rolle des Kleinen Bären gespielt von Jan-Marc Birkholz. Jan-Marc Birkholz spielt glänzend und hat mir super gut gefallen. Es war immer wieder eine Freude, wenn er auf die Bühne kam.

Neu war auch das Schiff, das entsprechend der Karl May Romanvorlage im Stück auftauchte.

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Ich fand aber gerade die Schlussszene, in der das Schiff in den Fluten des Silbersees untergeht, etwas kitschig und überzogen.

Nach der Aufführung sind wir dann noch in den Saloon. Dort haben wir bei Livemusik noch einen schönen Abend verbracht und hatten auch die Gelegenheit, mit den Schauspielern zu sprechen. Alleine das lohnt schon den Besuch der Abendvorstellung.

Auch wenn fast der gleiche Silbersee wie in den Vorjahren gezeigt wurde, haben mir der Abend und die Atmosphäre in Elspe wieder einmal gut gefallen.
Leider ist damit für mich wieder einmal das Karl May Festspieljahr vorbei. Jetzt heißt es warten bis zum nächsten Sommer, wenn es wieder nach Segeberg und Elspe geht.

Liebe Grüße
Gabi

Gabi 16.08.2009, 18.46 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL