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Blogeinträge (themensortiert)
Thema: Museum
Genug Schnee!
Diese Kolumne steht heute morgen in unserem Lokalteil des Kölner Stadtanzeigers und ich finde sie einfach klasse:
Genug Schnee!
Es ist in 2010 schon zur Routine geworden: aufwachen, aufstehen, aus dem Fenster schauen – Schnee bewundern. Das war am Anfang ja richtig toll. Schnee, Winter, einfach schön. Aber mit der Zeit erlahmte die Begeisterung und es kehrte eine gewisse Routine ein. Aufwachen, aufstehen, aus dem Fenster schauen und feststellen: Ist immer noch alles weiß, na toll. Dann jedoch schmolz vergangene Woche der Schnee, langsam aber sicher. Es gab Meldungen, dass das Thermometer auf über zehn Grad ansteigen sollte. Das hört sich doch schon an wie Hochsommer. Mit zugekniffenen Augen ging es an den Schneeschaufeln vorbei: Schmelz endlich! Es schien, als würde alles gut. Aber dann gestern Morgen, Sonntag. Aufwachen, aufstehen, aus dem Fenster schauen – und fluchen. Wo kommt dieser ganze neue Schnee her? Hat das der Wetterbericht überhaupt vorhergesagt? Das kann doch wohl nicht wahr sein! Aber so schnell wie er kam, so schnell verschwand der Schnee auch wieder. Gott sei Dank! Es kann nicht mehr lange dauern, dann heißt es: aufwachen, aufstehen, aus dem Fenster schauen – die Vögel zwitschern hören, die ersten Knospen an den Bäumen bewundern. So wird es sein.
von Matthias Niewels
Ich lese seine Kolumnen täglich mit Freude. Heute hat er mal wieder – wie so oft – voll ins Herz getroffen. Besser hätte ich es nie ausdrücken können und bis der letzte Schnee bei uns verschwunden ist, wird es sicher noch Tage dauern. Aber dann …
Ich wünsche allen einen schönen Start in die neue Woche, liebe Grüße
Gabi
Gabi 22.02.2010, 07.12 | (7/6) Kommentare (RSS) | PL
Neo Rauch - para
Im Max Ernst Museum in Brühl wurde heute morgen die Ausstellung Neo Rauch - para eröffnet. Neo Rauch wurde 1960 in Leipzig geboren und zählt zu den international gefeierten und gefragtesten Künstlern der gegenwärtigen Malerei. Er lebt und arbeitet auch heute noch in Leipzig. Das Max Ernst Museum zeigt als einzige Station nach dem Metropolitan Museum of Art in New York dreizehn eigens für diese Ausstellung geschaffenen Werke von Neo Rauch. Exklusiv für das MEM wird die Ausstellung um sechs weitere Werke von Neo Rauch ergänzt. Neben den meist großformatigen Gemälden werden darüber hinaus acht Lithographien zu „Der Mittler“ von Botho Strauß gezeigt.
Begleitend zur Ausstellung ist ein wunderschöner hochwertiger Katalog erschienen, der eindruckvoll die in der Ausstellung gezeigten Werke wiedergibt.
Hier drei Beispiele zu den in der Ausstellung gezeigten Werken von Neo Rauch.
Wer sich für Kunst interessiert und in nächster Zeit in der Nähe von Köln ist, dem kann ich die Ausstellung im Max Ernst Museum Brühl ans Herz legen. Der Umweg nach Brühl lohnt sich.
Liebe Grüße
Gabi
Gabi 28.10.2007, 15.24 | (2/2) Kommentare (RSS) | PL
Wolf Vostell
Im Rheinischen LandesMuseum Bonn wird heute im 19 Uhr die Ausstellung
Wolf Vostell - "Meine Kunst ist der ewige Widerstand gegen den Tod"
eröffnet.
Wolf Vostell gehört zu den bedeutensten deutschen Künslern des 20. Jahrhunderts. Er verstarb 1998. Die Ausstellung wird anlässlich seines 75. Geburtstages, den er im Oktober gefeiert hätte, gezeigt.
Die Ausstellung zeigt eine Vielzahl seiner Bilder, aber auch Installationen.
Mir gefällt dabei natürlich diese Installation besonders. Eine ganz andere Art der Nutzung eines Motorrades.
In den letzten Tagen habe ich immer mal wieder einen Blick in die Aufbauarbeiten der Ausstellung geworfen. Obwohl ich nicht immer ein Fan zeitgenössischer Kunst bin, gefallen mir die Werke von Vostell.
Die Ausstellung wird vom 16.08.-25.11.2007 gezeigt.
Liebe Grüße
Gabi
Gabi 15.08.2007, 18.11 | (0/0) Kommentare | PL
Krieg und Frieden / Kelten-Römer-Germanen
so heißt die neue Sonderausstellung im Rheinischen LandesMuseum Bonn, die heute Abend um 19 Uhr eröffnet wird.
In der Internetseite wird mit folgendem Text auf die Ausstellung hingewiesen:
"Im Gallischen Krieg (58 51 v. Chr.) erobern römische Truppen unter Caius Julius Caesar ganz Gallien bis zum Rhein. Damit treffen im Raum zwischen Mittelgebirge und Niederrhein drei große Kulturen und Völker aufeinander: Kelten, Römer und Germanen. Doch wer verbirgt sich hinter diesen Sammel- und Fremdbezeichnungen? Wie lebten Kelten und Germanen vor der römischen Eroberung? Wie verlief die römische Okkupation? Und worauf ist es zurückzuführen, dass die römische Welt am Rhein letztendlich für viele Jahrhunderte Bestand hatte? Dies sind zentrale Fragen der Ausstellung „Krieg und Frieden“.
Anhand herausragender Exponate – viele erstmals ausgestellt - sowie mit Hilfe von modernster Computertechnologie werden die neuesten Erkenntnisse der Forschung vorgestellt. Immer wieder werden die erstaunlichen Bezüge zwischen der Situation am Rhein vor 2000 Jahren und den brennenden Fragen des 21. Jahr-hunderts wie Migration oder Integration fassbar. Einmal mehr wird deutlich dass Geschichte hilft, Fragen der Gegenwart und Zukunft zu beantworten."
Hier gibt es weitere Infos zur Ausstellung.
Wer sich für diesen Teil deutscher Geschichte interessiert, dem kann ich einen Besuch in diesem wunderschönen Museum nur empfehlen.
Liebe Grüße
Gabi
Gabi 20.06.2007, 17.46 | (0/0) Kommentare | PL
17. Rheinischer Wollmarkt
Am 03.06.2007 zwischen 11 und 18 Uhr findet der "17. Rheinische Wollmarkt" im Rheinischen Industriemuseum Tuchfarbik Müller in Euskirchen statt.
Auf der Internetseite des Fördervereins wird der Wollmarkt so angekündigt:
" Bei unserem 17. Wollmarkt gibt es wieder zahlreiche Attraktionen: Schafschau, Border-Collie-Vorführungen, Führungen durch die Tuchfabrik, Dampfmaschinen-Betrieb, Mitmach-Aktionen für Kinder und Erwachsene, Kunsthandwerk und Produkte zu den Themen Wolle, Textilien und Schafe. Auch die kulinarische Seite kommt nicht zu kurz: Spezialitäten können probiert und käuflich erworben werden. "
Neben den Aktraktionen auf dem Wollmarkt kann ich jedem nur empfehlen, den Tag auch für eine Führung durch die Tuchfabrik zu nutzen. Ich halte dieses Museum aufgrund seiner Einzigartigkeit immer noch für ein ganz besonderes, einmal anderes Museum. Es gibt den Besuchern die Möglichkeit, hautnah die Arbeitsbedingungen in der Tuchfabrik zu erspüren. Das sollte man wirklich nicht verpassen.
Wenn nichts dazwischenkommt, werde ich nächste Woche auf jeden Fall einen Ausflug zu dem Wollmarkt machen.
Liebe Grüße
Gabi
Gabi 28.05.2007, 13.28 | (2/2) Kommentare (RSS) | PL
Radziwill
Gestern habe ich schon verraten, dass heute im Rheinischen LandesMuseum eine Ausstellungseröffnung stattfindet.
Eröffnet wird die Ausstellung "Franz Radziwill - drohend vertraute Welten".
Radziwill ist ein deutscher Maler des 20. Jahrhunderts. In der Ausstellung Werke aus seiner SChaffenszeit zwischen 1923 und 1950 gezeigt. Dabei liegt der Schwerpunkt auf Landschafts. und Stillebenproduktionen.
Hier kann man näheres zur Ausstellung lesen.
Die Ausstellung können alle Besucherinnen und Besucher in der Zeit vom 19.04.-17.06.2007 während der normalen Öffnungszeiten besuchen.
Auch so ist das Rheinische LandesMuseum immer einen Besuch wert.
Vielleicht stößt diese Ausstellung ja bei dem ein oder anderen auf Interesse.
Liebe Grüße
Gabi
Gabi 18.04.2007, 21.13 | (0/0) Kommentare | PL
Badtransfusion
Was hat es damit auf sich?
Bei einer Transfusion eines römischen Bades durfte ich heute zuschauen. Wie einige wissen, arbeite ich im Rheinischen LandesMuseum Bonn. Gleichzeitig bin ich noch für das Rheinische Amt für Bodendenkmalpflege zuständig.
In Bonn wird zzt. ein Internationales Kongresszentrum gebaut. Da dieses Zentrum auf sehr geschichtträchtigem Boden entstehen soll, hat dort im letzten Jahr eine archäologische Grabung stattgefunden. Im Rahmen dieser Grabung sind gut erhaltenen Überbleibsel eines römischen Bades gefunden worden. Und um dieses Bad der Nachwelt zu erhalten, wird es nun in das Kongresszentrum integriert werden. Dies ist aber nicht an der genauen Fundstelle möglich, sondern das Bad muss dafür umgesetzt = transfusiert werden.
Nach dreimonatiger Vorbereitung war heute der große Tag. Das Bad wurde transfusiert. Da dies eine ziemlich einmalige Sache ist, sind wir heute vormittag zur Baustelle gefahren und haben zugeschaut.
Bereits von weitem begrüßte uns dieser Baukran. Das ließ schon Großes erahnen.
Und dies war der erste Blick auf das römische Bad. In den letzten drei Monaten waren die römischen Mauern und der römische Estrich vorsichtig mit Rohren unterlegt worden. Auf diesen Rohren sollte dann das Bad umgesetzt werden.
Punkt 11 Uhr sollte es losgehen. Es sah zuerst auch aus, als würde alles reibungslos funktionieren. Dann knirschte es aber mächtig.
Was war passiert? Unter dem ersten Teilstück des Bades war ein Hohlraum, der vorher nicht sichtbar war. Und der war beim Anheben abgesackt. Sofort wurde das Bad wieder abgesetzt und die Männer in der Baugrube suchten nach neuen Möglichkeiten.
Daraufhin wurde erst einmal das zweite Teilstück des Bades ein wenig zur Seite gerückt. Dafür musste die Hebevorrichtung an der einen Seite ab- und an der anderen wieder anmoniert werden. Das Abrücken funktionierte aber einwandfrei und ohne knirschende Zusatzgeräusche. Es sah aus wie von Zauberhand verschoben.
Und dann konnte dieser Teil des Bades auf die Reise zu seinem endgültigen Bestimmungsort gehen.
Beeindruckend war, dass nicht einmal kleinste Stücke von dem Bad bei dem Transport abbröckelten. Wenn man bedenkt, dass die Mauern und der Estrich bereits 2.000 Jahre alt sind, ist das kaum zu glauben. Und so schwebte das römische Bad in der Luft an den Zuschauern vorbei.
Hier wird das Bad zukünftig zu sehen sein. Natürlich steht es dann nicht so kahl auf einer Betonplatte, sondern wird in dem Kongresszentrum integriert sein.
Ganz langsam wurde es auf seinen zukünftigen Bestimmungsort gesetzt.
Hier wird das Bad jetzt erst einmal eingehaust, damit es den Bau des Kongresszentrums schadlos übersteht.
Als Aufgabe blieb noch die neue Unterfütterung des anderen Badstückes, damit dieses morgen auch zu seinem Bestimmungsort transfusiert werden kann.
Für mich war diese Transfusion heute ein atemberaubendes Erlebnis. Leider können die Fotos das nicht annähernd wiedergeben.
Liebe Grüße
Gabi
Gabi 27.03.2007, 20.17 | (2/2) Kommentare (RSS) | PL
Wollmarkt und Lange Nacht der Mode
Angeregt durch Sonnenscheins Nachfrage möchte ich noch ein wenig zum Wollmarkt und zur "Langen Nacht der Mode" im Rheinischen Industriemuseum, Tuchfabrik Ludwig Müller in Euskirchen Kuchenheim erzählen.
Die Lange Nacht der Mode findet seit einigen Jahren meist im Herbst in der Tuchfabrik statt. Dabei ist der Laufsteg zwischen Webstühlen in der Tuchfabrik aufgebaut. Ein wunderbares, ganz beonderes Ambiente für eine Modenschau, zwischen Maschinen in einer original erhaltenen Fabrikhalle.
Gezeigt wird dort einmal aktuelle Mode. Da zeigen i.d.R. die Euskirchener Modegeschäfte ihr aktuelles Angebot. So bekommt man einen schönen Überblick über die gerade in die Geschäfte kommende neue Mode.
Im zweiten Teil der Modeschau zeigen Studierende verschiedener Modehochschulen ihre Arbeiten. Hier wird es meist sehr bunt und außergewöhnlich. Die Studenten, die hier ihre Arbeiten zeigen, stehen noch am Beginn ihres Studiums und da ist wohl so ziemlich vieles erlaubt. Unbedingt alltagstauglich muss die Mode nicht sein. Es wird mit Material und Formen experimentiert. Entsprechend Ungewöhnliches wird hier gezeigt.
Im dritten und letzten Teil zeigen dann Absolventen der Hochschulen ihre Abschlussarbeiten. Das sind immer Kollektionen, mit denen man in Produktion gehen können muss. Hier bekommt man tolle, kreative Sachen gezeigt und kann dadurch viele schöne Ideen und Anregungen sammeln.
Ich war bereits dreimal auf einer "Langen Nacht der Mode" und war jedes Mal begeistert. Ich habe immer einen wunderbaren, kurzweiligen Abend verlebt und viele schöne Mode gezeigt bekommen, aber auch Ideen für das eigenen Hobby sammeln können.
Der Wollmarkt findet immer im Sommer statt. Gezeigt wird dort alles rund um Wolle. Das geht dann über Schafe und Wolle spinnen bis hin zu einem Markt, auf dem so ziemlich alles zum Thema Handarbeiten und Wolle angeboten wird. Auch dies ist immer ein Ausflug zur Tuchfabrik wert. Ähnlich wie bei den Stoffmärkten fährt man von hier immer mit vielen schönen neuen Schätzen beladen nach Hause.
Liebe Grüße
Gabi
Gabi 04.02.2007, 16.15 | (2/1) Kommentare (RSS) | PL
Reiz und Scham
Einige wissen vielleicht schon, dass ich in einem Museum arbeite. Aber davon will ich heute nicht berichten, sondern auf zwei Museen aufmerksam machen, die ebenfalls in der Trägerschaft meines Arbeitgebers, des Landschaftsverbandes Rheinland sind.
Und diese beiden Museen haben sehr viel mit unserem Hobby zu tuen.
Es ist zum einen die Tuchfabrik Ludwig Müller in Euskirchen-Kuchenheim und zum anderen die Textilfabrik Cromford in Ratingen. Beide Museen gehören zum Rheinischen Industriemuseum. Das Rheinische Industriemuseum zeigt an mehreren Standorten die Geschichte der Industrialisierung im Rheinland.
Und die beiden Standorte in Euskirchen und Ratingen beschäftigen sich mit der Herstellung von Stoff.
Hier gibt es mehr Informationen zu den beiden Standorten.
Mein Favorit bei den Standorten des Rheinischen Industriemuseums ist die Tuchfabrik Ludwig Müller in Euskirchen. Ein echtes Juwel. Der letzte Besitzer hat die Fabrik 1961, als der Stoffmarkt in Deutschland am Boden lag, abgeschlossen in der Hoffnung, dass er sie irgendwann, wenn sich die wirtschaftliche Lage wieder gebessert hat, wieder betreiben kann. Also hat er alles so gelassen, wie es war, und hat keine Maschinen oder Einrichtungen verkauft. Er hat einfach nur die Tür hinter sich zugeschlossen. Das bedeutet, dass die Fabrik heute noch genauso dasteht, wie sie Anfang des 20. Jahrhunderts betrieben wurde. Im Rahmen einer Führung kann man sich die einzelnen Produktionswege an laufenden Maschinen anschauen und bekommt damit ein sehr anschauliches Bild von den damaligen Arbeitsbedingungen. Wirklich sehenswert und sehr beeindruckend.
In den beiden Standorten Tuchfabrik Müller und Textilfabrik Cromford findet zzt. die Ausstellung "Reiz und Scham" statt. Im Rahmen dieser Ausstellung wird in Ratingen alles rund um Dessous der letzten 150 Jahre und in Euskirchen alles zu Kleider und Körper seit 1850 gezeigt. Zwei Ausstellungen, die ich allen stoff- und nähbegeisterten Frauen nur empfehlen.
Liebe Grüße
Gabi
Gabi 02.02.2007, 21.46 | (3/2) Kommentare (RSS) | PL



