Wolllustiger Mädelsausflug nach Berlin

Vor zwei Jahren bin ich einen Tag mit meiner Freundin Moni nach Berlin geflogen, um mit ihr zur Wolllust zu gehen. Ich war auf meinen Dienstreisen öfter dort gewesen und Moni wollte auch unbedingt einmal dorthin. Wir haben damals einen schönen Tag in Berlin gehabt und so fragte mich Moni Anfang des Jahres, ob wir das nicht noch einmal wiederholen sollen.Als sie das fragte, sassen wir mit unseren Männern zusammen beim Frühstück und gleich fragte Herr Nähstube, ob wir wirklich nur für einen Tag nach Berlin wollen und warum wir nicht wenigstens einen Tag übernachten. Braver Mann. So etwas lassen sich Frauen doch nicht lange fragen.

Vorletzten Freitag ging es dann früh morgens los. Um kurz vor acht saßen vier gut gelaunte Mädels im Flieger nach Berlin. Ja, zwischenzeitlich waren wir schon zu viert.



Erst einmal mussten wir allerdings eine halbe Stunde in Köln im Flieger warten, weil es in Berlin Nebel gab und der Flieger nicht starten konnte. Von dieser Verzögerung haben wir uns unsere gute Laune aber nicht verderben lassen. Um kurz vor 11 Uhr saßen wir dann bereits im Cafe Einstein unter den Linden beim Frühstück.

Nach dem Frühstück haben wir schnell in unserem Hotel gleich am Kurfürstendamm eingecheckt, einen kurzen Blick auf die Gedächtniskirche geworfen



und schon ging es weiter nach Kreuzberg. Schließlich wollten wir als erstes zur Wolllust. Das war ja auch der ursprüngliche Grund für unseren Ausflug in die Hauptstadt. Der Laden ist immer wieder ein Besuch wert. Gestrickte Muster in Natura bewundern, die passende Wolle dafür aussuchen und einfach bei netten Gesprächen um den Tisch in der Mitte des Geschäftes sitzen. So haben wir zwei Stunden dort verbracht und die Zeit auch richtig genossen. Hier sieht man zwei richtig zufriedene Mädels inmitten der Wolle.



Dann hatte ich gelesen, dass freitags der türkische Markt am Maybachufer ist. Davon hatte ich schon viel gehört und da er gleich um die Ecke ist, sind wir anschließend noch dorthin gefahren. Mit der U-Bahn und einer Kleingruppen-Tageskarte war das wirklich kein Problem. Mich fasziniert dort eh immer die Taktung der Bahnen. Lange Wartezeiten kennt man dort nicht.

Der türkische Markt am Maybachufer ist ein echtes Erlebnis. Man fühlt sich sofort auf einen Markt in den Süden versetzt. Ein buntes Treiben, überall feine Gerüchte nach Leckereien und Gewürzen, ein frisches Angebot von Obst und Gemüse und dazwischen überall Stoff. Herrlich. Wir haben uns treiben lassen, an dem ein oder anderen Stand ein Stöffchen zu sensationell kleinen Preisen gekauft und den sonnigen Tag einfach genossen.

Den Tag haben wir dann bei einer Pizza und einer Berliner Weiße ausklingen lassen. Und ein Abstecher in das Lokal der Klo musste auch noch sein. Das war echt sehenswert aber leider zu dunkel, um dort ordentliche Fotos zu machen.



Den nächsten Morgen haben wir Sightseeing gemacht. Erst waren wir im Bikinihaus. Das Konzept mit kleinen Geschäften mit hochwertigem Angebot hat mir sehr gut gefallen. Den Besuch dort kann ich nur empfehlen.

Anschließend haben wir unsere Koffer in ein Schließfach am Bahnhof eingeschlossen, um ungestört durch die Stadt zu schlendern. Vorbei am Bundeskanzleramt und dem Reichstag



ging es dann durchs Brandenburger Tor und weiter unter den Linden.



Bei schönstem Wetter sind wir an den Sehenswürdigkeiten vorbei geschlendert und haben es uns gut gehen lassen. Selbst das Eis für 2 € die Kugel hat gut geschmeckt.Mein Wunsch war noch ein Besuch bei den Hackeschen Höfen. Dort war ich bisher noch nie und die wollte ich auf jeden Fall einmal sehen. Und was soll ich sagen, es war einfach genial.



Wir sind hier noch einmal eingetauscht in die vielen schönen kleinen Geschäften mit einem vielfältigen Angebot, haben gestaunt und auch ein wenig gekauft. Hier mussten wir uns aber wegen der Beschränkung des Handgepäcks deutlich begrenzen.

Am späten Nachmittag hieß es dann schon wieder Abschied nehmen von der Hauptstadt. Und wir waren uns sofort einig. Das müssen wir dringend wiederholen, dann aber bleiben wir in jedem Fall einen Tag länger.

Am Ende hatte ich echt Bedenken, dass mein Koffer zu schwer für das Handgepäck ist. Zum Glück ist er nicht gewogen worden.

Hier noch meine Schätze neben Tee und ein paar Kleinigkeiten durfte diese Wolle mit nach Hause.



Aus der gewickelten Wolle wird eine Jacke und die andere Wolle wird irgendwann zu Tüchern. Irgendwie war mir an dem Tag wohl so nach blau (lach).

Und auf dem Maybachufer wollten diese Stoffe mit. Der rosa mit dem blaugestreiften wird ein Schlafsack für den Nachwuchs eines Kollegen und aus dem geblümten möchte ich mir ein Kleid nähen.




Liebe Grüße
Gabi

Gabi 16.05.2017, 11.10| (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Unterwegs

Mai Update Stoffdiät

Ich traue mich heute fast gar nicht, hier zu diesem Thema zu schreiben.

"Wie läuft es bei Euch mit der Stoffdiät? Noch motiviert? Aufgeben gilt nicht, das Jahr hat noch 8 Monate, das ist noch allerhand zu reißen ;-)"

Motiviert bin ich immer noch aber völlig erfolglos. Wirklich völlig.

Was bei Wolle wunderbar funktioniert (hier habe ich in diesem Jahr bereits 4,3 kg abgebaut), das will beim Stoff so gar nicht funktionieren. Ich baue weiter fleißig mein Stofflager weiter auf, dabei müsste ich es ganz dringend reduzieren.

Woran liegt es?
Nach meinem Besuch im Stoffgeschäft, von dem ich beim ersten Zwischenstand berichtet habe, war ich auf der h+h und dort beim Stand von Lillestoff und dann war ich am letzten Wochenende am Maybachufer. Trotz aller Vorsätze konnte ich den Verlockungen nicht ganz widerstehen und habe einiges an Stoff dazu gekauft.
Erschwerend kommt dazu, dass ich im Moment einfach nicht die Zeit finde, mich in Ruhe an die Nähmaschine zu setzen. Im Büro ist einfach zu viel los, meist komme ich erst nach 19 Uhr nach Hause. Da habe ich dann oft nicht mehr den Elan, viel zu tun. Stricken geht, aber mehr leider selten. Und an den Wochenenden haben dann Familie und Freunde oft Vorrang.

Also sind diese Stoffe dazu gekommen und die vom Maybachufer hängen noch auf der Wäscheleine.



Insgesamt sind 18,10 m Stoffe (ich traue mich gar nicht, es hier so deutlich dazu zu schreiben). Vernäht habe ich in diesem Jahr erst 13,65 m Stoff. Also eine nicht wirklich stimmige Stoffdiät.
Für alle Stoffe habe ich konkrete Projekte im Kopf, das dürfte hoffentlich motivieren. Und daran ist zu erkenne, ja, mein Ziel ist es auch weiterhin, dass am Ende des Jahres mehr Stoff vernäht ist als dazu gekauft. Der Vorrat muss kleiner werden und mein größtes Ziel ist, dass ich wieder mehr Zeit zum nähen finde. Ich will jetzt versuchen, wenigstens an einem Abend in der Woche zu nähen. Und wenn es nur ein paar Nähte sind, egal, Hauptsache es passiert wieder etwas. Denn ich habe vorletzte Woche meinen Kleiderschrank aussortiert und da ist jetzt wieder Luft drin.

Und dann fragt Frau Küstensocke noch, ob wir Tipps für Modell mit hohem Stoffverbrauch haben?

Ich schaue bei meinen Nähprojekten weniger auf den Stoffverbrauch, denn darauf, was mir gefällt. Daher bin ich hier wahrscheinlich keine große Hilfe. Aber ich habe zwei Kleiderschnitte hier liegen, die fast 3 m brauchen. Das ist schon mal ein Wort.

Die anderen Zwischenstände der Stoffdiät sind bei http://kuestensocke.blogspot.de/2017/05/update-mai-stoffdiat.html zu finden.

Liebe Grüße
Gabi

Gabi 08.05.2017, 20.10| (4/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Nähstube

Mädchenurlaub London

Karin hat mir immer von ihrer Lieblingsstadt London vorgeschwärmt. Da ich noch nie dort war und Karin mich immer neugieriger machte, haben wir im letzten Herbst gemeinsame Tage in London geplant. Da Karin als Lehrerin nicht immer so einfach frei bekommt, ging es am K arnevalsdienstag und damit in den Karnevalsferien, die es in Baden-Württemberg noch gibt. Richtung London. Die Anreise war noch getrennt, da ich an Köln und Karin am Stuttgart geflogen ist. So kam es auch, dass ich 90 Minuten eher in London angekommen bin. So bin ich dann schon einmal mit der Underground von Heathrow bis zu Haltestelle London Bridge gefahren. Das ging richtig gut und recht schnell habe ich mich in der Underground zurecht gefunden. Auch das Umsteigen hat gut geklappt. Ich war mächtig stolz.

Unser Hotel lag sehr zentral in der Nähe der Tower Bridge. Als ich in London ankam, begrüßte mich blauer Himmel. Es war zwar recht kühl, aber ansonsten schön und vor allem trocken. So bin ich auf dem Weg zum Hotel erst einmal an der Themse lang gelaufen. Der Blick von dort auf die Tower Bridge ist einfach atemberaubend schön.



Schnell habe ich im Hotel eingecheckt und dann bin ich eine Runde über die Tower Bridge und um den Tower gelaufen. Dann waren auch schon meine 90 Minuten Vorsprung verbraucht und ich habe Karin im Hotel getroffen.

Nach einer kurzen Verweildauer ging es sofort los und wir haben den Nachmittag in Covent Garden und den umliegenden Straßen verbracht. Dieses kleine Einkaufscenter gefällt mir wirklich sehr gut.

Am nächsten Morgen haben wir uns dann nach dem Frühstück aufgemacht, um London zu Fuß zu erkunden. Ich wollte bei meinem ersten Besuch möglichst viel sehen und nicht nur in Schlagen an irgendwelchen Eintrittskassen stehen. So sind wir dann fast 20 km durch London gelaufen und ich habe mir alle Sehenswürdigkeiten von außen angeschaut.

Begonnen haben wir erst einmal am London Eye.



Erste Schulklassen standen schon Schlange. Da Karin immer mit ihren Klassen dort mitfährt, haben wir auf eine Fahrt mit dem Riesenrad verzichtet. Ich war ganz begeistert von dem Blick, der sich mir von dieser Seite der Themse bot. Daran denkt man gleich, wenn man an London denkt.



Kaum zu glauben, dass dort einige Wochen später dieser schreckliche Anschlag war.



Unsere Runde führte uns über Westminster Abbey, den Hourse Guards vorbei zum Trafalgar Square. Dort haben wir in einem schönen kleinen Cafe unter einer Kirche einen Tee getrunken und ein wenig verschnauft. Danach ging es zu einem Besuch bei der Queen, die tatsächlich im Buckingham Palace war, wie uns die Flagge verraten hat. Gesehen haben wir sie aber nicht. Wir sind dann über den Hyde Park zur Oxford Street geschlendert, wo wir ein wenig geshopt haben.

Abends hatten wir dann ein besonderes Highlight geplant. Ich hatte uns einen Tisch in Sky Garden reserviert, einem Restaurant im 37. Stockwerk eines Hochhauses.



Von dort hatten wir eine tolle Aussicht über London. Alleine das war der Besuch dieses Restaurants schon wert.

Hier mit Blick  Richtung Tower Brige,



und hier Richtung London Eye und Westminster.



Aber auch das Essen war köstlich. So haben wir einen wirklich einmaligen Abend mit einem herrlichen Blick über London erlebt.



Am nächsten Tag sind wir raus in den Norden Londons zum Primrose Hill gefahren. Von doert hat man eine schöne Sicht über London. Leider war es an dem Tag sehr windig und daher auch eisig kalt. Im Sommer ist das bestimmt ein schöner Tag zum Verweilen. Anschließend ging es zu dem Camden Markets. Die fand ich richtig toll. Man taucht dort wirklich in eine komplett andere Welt ein. Die Menschen dort wirken schrill, es werden die buntesten Sachen angeboten. Das ist wirklich spannend. Auf dem Rückweg haben wir noch am Piccadilly Circus angehalten und sind noch ein wenig durch die Stadt geschlendert.

Und schon waren unsere vier Tage London vorbei. Auf dem Heimweg am nächsten Tag haben wir auf der Fahrt zum Flughafen noch Halt bei Harrods gemacht. Dieses Kaufhaus muss man wirklich einmal gesehen haben. Was ein Luxus und eine Vielfalt. Im Cafe dort haben wir noch Tee getrunken und Scones gegessen und schon war die Zeit vorbei und wird sind wieder getrennt nach Hause geflogen.

Eines weiß ich aber ganz sicher: es war ganz bestimmt nicht mein letzter Besuch dieser tollen Stadt, Und es gibt noch so viel zu sehen. London, ich komme wieder.

Liebe Grüße
Gabi

Gabi 03.05.2017, 11.00| (2/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Unterwegs

Maisocken Charlotte

In der Gruppe Strickfrösche bei Ravelry gab es heute ein Maiwichteln. Ich dufte für Patricia ein Päckchen packen. Ein wenig lächeln musste ich schon bei dem Los, denn für Patricia habe ich schon häufiger die Wichtelmama spielen dürfen.

Daher weiß ich sehr gut, dass Patricia Socken mit Zöpfen mag. Wie gut, dass ich Zöpfe so gerne stricke. Nachdem ich passende Wolle rausgesucht hatte, habe ich mich für das Muster Charlotte von Aimee Perez entschieden. Das ist ein schönes Muster mit Zöpfen und dazwischen einem Rechts-Links-Muster. Sehr schnell strickt sich dieses Muster aus dem Kopf.



Verstrickt habe ich die Färbung „Für kalte Tage1“ von Atelier Zauberelfe auf einem normalen Sockengarn.



Auspacken durfte ich dann auch ein Päckchen, das aus der fernen Schweiz von Christine kam. Diese schönen Sachen hat sie mir eingepackt.



Die Socken sind ganz nach meinem Geschmack und passen wie angegossen.


Hier noch einmal das Muster aus der Nähe.



Insgesamt wurden in der Gruppe heute wunderschöne Päckchen ausgepackt. Solche Wichtelrunden mag ich immer wieder gerne.


Hier die Daten zu den Socken:
Wolle: Sockenwolle von Atelier Zauberlefe, Färbung Für kalte Tage 1 (75% Schurwolle, 25% Polyamid)
Anleitung: Charlotte von Aimee Perez
Stricknadeln: 2,75 mm
Wollverbrauch: 69 g


Liebe Grüße
Gabi

Gabi 01.05.2017, 14.25| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Strickkorb

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Über Kommentare freue ich mich. Auch Kritik ist erlaubt. Aber bitte bleibt sachlich und nie verletzend.

Elfriede Fritsch:
Oh was für eine tolle Jacke hast du da wieder
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Simone:
Hallo Gabi.Möchte mich gerne an den Socken ve
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Kunzfrau:
Ganz wunderbar! Und das Muster ist in der Tat
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Mirella:
Die Jacke ist einfach nur schön und das blau
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Heike:
Einen schönen Pulli hast du dir genäht, gena
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