Regierungsbunker Ahrweiler

Heute haben wir mit Freunden einen Ausflug nach Ahrweiler gemacht und diesmal stand nicht nur der Rotweinwanderweg auf unserem Programm sondern auch eine Führung durch den Regierungsbunker.

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Der Bunker wurde zwischen 1966 und 1971 in einem nicht fertig gestellten Eisenbahntunnel gebaut. Er umfasste insgesamt eine Länge von 18 km und sollte der Bundesregierung und dem Bundestag Schutz bei einem atomaren Angriff bieten. Nach dem Mauerfall und der Wiedervereinigung sowie dem Regierungsumzug nach Berlin wurde der Bunker Anfang dieses Jahrhunderts dann stillgelegt und zum größten Teil rückgebaut. Lediglich 300 m des alten Bunkers sind heute Museum und bieten einen eindruckvollen Eindruck, wie der Bunker während seines Betriebs ausgesehen hat.

Der Bunker ist in das Felsmassiv der Weinberge gebaut und ist von außen sehr unscheinbar. Man sieht nur einen Betonwürfel. Die roten Seitenteile sind später für den Betrieb des Museums angebaut worden.

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Innen taucht man ein in eine teilweise irreale Welt. Es ist kaum zu glauben, dass es das wirklich gibt. In sekundenschnelle schließende Schleusen, Dekontaminierungsräume lassen einen in eine andere Welt eintauchen.

Die Kommandozentrale erinnerte ein wenig an Raumschiff Enterprise.

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Und wer jetzt viel Komfort erwartet hatte, wurde bitter enttäuscht. Alles war schlicht und funktional eingerichtet. Unser Museumsführer meinte: „Die sollten sich ja nicht wohlfühlen, sondern in Sicherheit gebracht werden.“ Der Bunker war übrigens für 30 Tage Aufenthalt ausgelegt und konnte 3.800 Menschen beherbergen.

Hier ein Blick wie das Büro des Bundeskanzlers ausgesehen hat.

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Das sieht doch wirklich nicht einladend aus, oder? Genauso schlicht waren die Büros der Schriebkräfte ausgestattet.

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Sie lassen wirklich in eine andere Welt eintauchen.
Ein wenig mehr Gemütlichkeit vermittelt da der Aufenthaltsraum des Bundespräsidenten. Wobei man über den Charme der 70-er Jahre wirklich geteilter Meinung sein kann.

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In dem Bunker hatten übrigens nur der Bundeskanzler und der Bundespräsident. Aber auch bei diesem Raum kam kein Sinn nach Verweilen aus. So sah z.B. das Schlafzimmer des Bundeskanzelers aus.

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Alle anderen Personen, die in dem Bunker Schutz finden sollten, mussten in Zwei-, Drei- oder Vierbettzimmer schlafen, die Erinnerungen an Jugendherbergen wachrufen.

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Während der Führung wurden uns noch viele Geschichten rund um den Bunker und Daten und Fakten berichtet, die sehr beeindruckend waren. Unser Museumsführer war übrigens ein ehemaliger Mitarbeiter in dem Bunker, der dort 36 Jahre gearbeitet hat. Der konnte wirklich so einige schöne Geschichten erzählen.
Nach fast 2 Stunden war unsere Zeit im Regierungsbunker vorbei. Wir sind dann noch über den Rotweinwanderweg zum Försterhof gelaufen und haben dort gemütlich gegessen.

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Insgesamt hatten wir einen tollen Tag an der Ahr. Und jedem, der die Möglichkeit hat, den Regierungsbunker einmal zu besuchen, kann ich das nur empfehlen.

Liebe Grüße
Gabi

Gabi 31.10.2009, 21.28| (2/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Unterwegs

Kreativ Welt Wiebaden

Heute war es endlich wieder so weit. Um 8 Uhr traf ich mich mit zwei Freundinnen in Köln und dann ging es über die A 3 bis zur Ausfahrt Niedernhausen Richtung Wiesbaden. Kurz vor 10 Uhr standen wir dann mit hunderten anderen Frauen in Wiesbaden vor den Rhein-Main-Hallen. Alle hatten nämlich eines im Sinn, einen wunderschönen Tag voller kreativer Anregungen und schönen Dingen auf der diesjährigen Kreativ Welt zu verbringen.

Und so strömten bald die Frauen vorbei an endlosen Ständen mit wunderschönen Dingen und kamen aus dem Staunen nicht heraus.

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So ging es dann auch uns. Es gab viele schöne Stände mit Patchwork, größtenteils mit schönen weihnachtlichen Ideen. Hach, gab es da doch vieles, was ich auf der Stelle hätte mitnehmen können. Einiges Weihnachtliches ist natürlich in meinen Rucksack gewandert. Und auch einige Geschenkideen haben sich in meinem Kopf eingenistet. Einige Schnitte hierfür habe ich gleich mitgenommen.

Am Stand von Blauweiß’chen habe ich wieder die schönen Stempel bewundern dürfen und auch dort ist ein neuer in mein Eigentum übergegangen.

Bei Acufactum habe ich mir die schönen Borten aus den Winterbüchern in Natura angeschaut und bin ins Schwärmen geraten. Die sind wirklich traumhaft.

Und dann habe ich bei Ulrike am Stand von Kunst und Markt noch mein Stoffabo abgeholt. Diesmal mit weihnachtlichen Stoffen, ein Volltreffer. Dabei durfte ich dann gleich drei weitere Quiltfriends kennenlernen und habe mich ordentlich an dem Stand verquatscht. Aber schön wars!

Ein Wollstand mit Wolle von Lana Grossa hatte es uns dann auch angetan. Puh, hatten die dort viele schöne schon gestrickte Modelle. Da hätte ich gleich mit stricken anfangen können.

Und auch an allen anderen Ständen gab es unendlich viel zu sehen, zu bestaunen, sich freuen, kaufen, überlegen, und vieles mehr.

Um 16.30 Uhr war das Geld ausgegeben, taten uns die Füße weh, waren wir müde, voller Ideen, strahlend glücklich und sind nach Hause aufgebrochen.

Die Heimfahrt war mit einer vollen A 3 zwar noch anstrengend, aber wir waren und einig, Wiesbaden ist immer wieder diese Reise wert und nächstes Jahr sind wir ganz sicher wieder mit dabei.

Was ich heute gekauft habe, werde ich jetzt nicht zeigen. Das wird nach und nach hier zu sehen sein.

Liebe Grüße
Gabi

Gabi 30.10.2009, 20.53| (4/4) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Unterwegs

Topflappen meets Kuh

… oder Rose trifft Lavendel.

Hinter diesem Wortspiel verbirgt sich nicht anderes als ein wunderschöner Tausch mit Friederike.

Als ich zuletzt Friederikes tolle Patchwork-Topflappen in ihrem Blog sah, war ich sogleich hin und weg. Und als Friederike dann bei diesem Beitrag sogleich vermerkte, so ein Kuhtäschchen müsse auch bei ihr einziehen, war schnell ein neuer Tausch vereinbart.

Und so kam es, dass das Kuhtäschchen den Patchwork-Topflappen begegnete.

Tausch3_1.JPG

Aber nur ganz kurz, denn dann reiste das Täschchen in den Schwarzwald, wo es hoffentlich bereits angekommen ist. Die Topflappen sind hier jedenfalls schon fleißig im Gebrauch.

Und wer Friederike kennt, weiß, dass sie diese Topflappen nie und nimmer alleine auf die Reise gehen ließ. So wurden sie begleitet von einer zarten, fein duftenden selbstgesiedenen Rosenseife. Und so kam es, dass bei mir die Rosen auf Lavendel trafen.

Tausch3_2.JPG

Die kleinen Freundschaftskissen sind nämlich wieder mit Lavendelblüten gefüllt, aber nur so viel, dass sie nur ganz zart duften.

Liebe Friederike, ich hoffe, ich kann Dir mit meinem kleinen Päckchen eine ebensolche Freude machen, wie Du sie mir schon vor zwei Wochen gemacht hast. Ein Tausch mit Dir ist immer wieder etwas ganz besonderes. Herzlichen Dank dafür.

Liebe Grüße
Gabi

Gabi 29.10.2009, 20.15| (3/3) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Wichteln, Tauschen, Schenken

Detailanleitung Heidetuch

Es macht mich weiterhin sprachlos, ich bin restlos begeistert, wie viele Birgits und meinem Aufruf nach einem gemeinsamen Heidetuch-Stricken folgen. Wir sind jetzt mir mir 26 (!) Strickerinnen. Toll!

Da einige von Euch schon erste Versuche starten und es bereits einige Rückfragen zur Anleitung des Heidetuchs gibt, möchte ich vor dem Start am 01.11. noch einmal kurz schreiben, wie ich das Heidetuch gestrickt habe.

Eigentlich besteht das Tuch nur aus rechten Maschen und Zunahmen. Die Zunahmen stricke ich dabei immer aus der Masche heraus. Wie ich das mache, habe ich vor kurzem hier gezeigt.

Und hier nun noch einmal die Anleitung:

6 Maschen auf einer Rundstricknadel anschlagen und die 6 Maschen rechts abstricken.
Und jetzt geht es mit dem eigentlichen Heidetuch los.

1. Reihe
1 Masche aus der ersten Masche herausstricken, 1 Masche rechts, 1 Masche aus der nächsten Masche herausstricken, eine Masche aus der nächsten Masche herausstricken (das sind die beiden mittleren Maschen), 1 Masche rechts, 1 Masche aus der letzten Masche herausstricken
= 10 Maschen

2. Reihe
rechts stricken

3. Reihe
1 Masche aus der ersten Masche herausstricken, 3 Maschen rechts, 1 Masche aus der nächsten Masche herausstricken, eine Masche aus der nächsten Masche herausstricken (das sind die beiden mittleren Maschen), 3 Maschen rechts, 1 Masche aus der letzten Masche herausstricken
= 14 Maschen

4. Reihe
rechts stricken

5. Reihe
1 Masche aus der ersten Masche herausstricken, 5 Maschen rechts, 1 Masche aus der nächsten Masche herausstricken, eine Masche aus der nächsten Masche herausstricken (das sind die beiden mittleren Maschen), 5 Maschen rechts, 1 Masche aus der letzten Masche herausstricken
= 18 Maschen

6. Reihe
1 Masche aus der ersten Masche herausstricken, 16 rechts, 1 Masche aus der letzten Masche herausstricken
= 20 Maschen

und jetzt immer in dieser Reihenfolge weiter stricken und immer gleich zunehmen.

Wenn man genau zwischen den beiden Zunahmen in der Mitte sich das Tuch anschaut, sieht man ganz deutlich die Spitze und erkennt das Dreieck. Das sollte dann nach einigen Reihen so aussehen:

Heidetuch2_3.JPG

Ich makiere mir übrigens immer die beiden mittleren Maschen mit einem Maschenmakierer. Dann weiß ich immer, wo ich genau zunehmen muss.

Ich hoffe, diese Erklärung hilft noch einmal ein wenig weiter. Wenn noch etwas unklar ist, meldet Euch bitte über das Kontaktformular bei mir.

Und jetzt wünsche ich Euch viel Spaß beim ausprobieren. Wenn man einmal den Dreh raus hat, ist es ganz einfach und strickt sich fast von selbst.

Liebe Grüße
Gabi

Gabi 28.10.2009, 20.39| (64/46) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Strickkorb

Herbstimpressionen

Ein Spaziergang ist im Moment eine richtige Farbenpracht. Überall diese schönen orange-goldenen Töne.

Wetter8_1.jpg

Das ist es, warum ich den Herbst so mag.

Liebe Grüße
Gabi

Gabi 27.10.2009, 20.23| (3/3) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Unterwegs

Leuchttürme

Für die Geburtstagswichtelgruppe bei den Quiltfriends wollte wieder ein Geschenk genäht werden.  Das Geburtstagskind hatte bei „das mag ich“ blau oder Leuchttürme angegeben.

Genäht und eingepackt habe ich daher letzte Woche einen Schminkepuk, der an die Sommerzeit am Meer erinnert.

Schminkepuk1.JPG

In den Schminckepunk habe ich dann noch zwei Freundschaftskissen getan.

Freundschaftskissen1.JPG

Diese sind mit Bastel-Watte und Lavendel gefüllt und finden hoffentlich ein schönes Plätzchen im Kleiderschrank.

Liebe Grüße
Gabi

Gabi 26.10.2009, 16.08| (9/9) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Nähstube

Im Namen des Mörders

Seit ich wieder in Köln arbeite, fahre ich auch wieder regelmäßig mit der Bahn. Das ist für mich immer die Zeit, die ich mit einem Buch verbringe.

Und so habe ich es endlich geschafft, letzte Woche dieses Buch zu lesen.

Buch11.JPG

Giorgio Faletti schreibt wirklich gute Krimis und auch dieser ist nicht nur spannend, sondern auf seine Art auch etwas ganz besonderes.

Hier erst einmal der Text, der auf der Rückseite des Buches steht:

„ Flagstaff, Arozina: Jim Mackenzie, ein Halbindianer, kehrt in seine Heimatstadt zurück, um seinen Großvater zu beerdigen. Dort wird er jedoch auch mit dem Tod seines Freundes Caleb konfrontiert. Caleb hatte ein altes indianisches Opfergeschenk entdeckt und war kurze Zeit später auf mysteriöse Weise zu Tode gekommen. Als noch zwei weitere Menschen sterben, wird Jim klar, dass all diese Morde mit seiner eigenen und der Vergangenheit seines Stammes zusammenhängen. Er muss eine folgenschwere Entscheidung treffen, um letztlich eine Katastrophe zu verhindern …“.

Die Geschichte dreht sich zum einen um das Schicksal von vier Menschen, die auf sonderbare Weise in Flagstaff wieder zusammen kommen. Aber auch um die Geschichte der Navajos. Die Morde sind wirklich mysteriös, die Auflösung mag nicht jedem liegen und vor allem das Ende wird bestimmt nicht jedem gefallen.
Die Geschichte aber ist sehr gut geschrieben, bleibt immer spannend und eigentlich weiß man bis zum Schluss nicht, was hinter den Morden steckt und wie der Mörder aufgehalten werden kann.

Wer gerne Krimis liest und auch Indianergeschichten mag und zusätzlich ein wenig Herz-Schmerz braucht, dem wird dieses Buch gefallen.

Mir hat es jedenfalls sehr gut gefallen, so dass ich es gerne empfehle.

Liebe Grüße
Gabi

Gabi 25.10.2009, 16.14| (2/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Leseecke

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Wieder ein tolles gestricktes Shirt, steht di
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...na da kann der sommer kommen liebe gabi...
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